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A:TC - Die Vorgeschichte

erschienen in privater Kleinauflage anno September 1996

Vor vielen Jahrtausenden, in einer endlos grauen Vorzeit, war es still in der Andromeda-Galaxis. Es gab keine Völker, die die Raumfahrt entwickelt hatten. Niemand zog zwischen den Sternen umher, um die Galaxis zu erforschen. Niemand wußte davon, daß es noch andere Planeten gab, auf denen sich andere Rassen um Fortschritt bemühten. Niemand erahnte die ungeheueren Wagnisse, die Wunder, die Abenteuer. Die wenigen Rassen, die existierten, hatten gerade das Leben in Höhlen erlernt, in seltenen Fällen bauten sie bereits Hütten, sogar Häuser. Sie führten ihre Kriege, stritten um tägliche Nahrung und behaupteten sich ihrer Existenz. Aber es war still um sie herum. Sie wußten nichts um die anderen; sie beteten eigene Götter an un erschlossen sich erste primitive Techniken. Auf sich allein gestellt entwickelten sie sich weiter. Irgendwann würden sie die Raumfahrt erreiche - doch bis dahin war es noch ein sehr weiter Weg.

 

Es gab jedoch eine Ausnahme. Schon in dieser frühen Zeit hatte sich ein Volk entwickelt und zu den Sternen aufgeschwungen. Der Samen des Lebens war einige Millionen Jahre früher auf ihrem Planten angekommen. Sie hatten mehr Zeit als die anderen gehabt, und ihre Geschichte ist noch heute legendär. Es ist eine mächtige Rasse, sie war es immer und wird es noch sehr lange Zeit bleiben. Sich selbst nennen sie Da Havoc. Ihres Zeichens sind sie die erste der vier ältesten Rassen der Andromeda Galaxis.

 

Durch ihren starken Forscher- und Expansionswillen fanden sie schnell ein Ziel in der Kolonisierung von Planeten. Das Imperium der Da Havoc dehnte sich von Jahr zu Jahr weiter aus. Noch gab es keine Grenzen, an die das entstehende Reich der Da Havoc stoßen konnte, ausgenommen die Grenzen der Galaxis selbst, und so stießen sie ungehindert immer weiter vor, sammelten Stern um Stern, Planet um Planet - bis sie auf die Caman stießen. Diese Rasse war weiter entwickelt als die primitiven anderen, die sie vorher schon entdeckt hatten - immerhin hatten nicht die Da Havoc die Camen, sondern die Caman die Da Havoc entdeckt. Mitten im interstellaren Raum trafen zwei Flotten aufeinander. Auf der einen Seite eine Streitmacht der Da Havoc, die sich stets in größeren Gruppen bewegten, auf der eine kleine, mobile Flotte der Caman, die sich auf einem Erkundungsflug befand. Teilweise aus Verblüffung, teilweise aus Prinzip gab ein Da-Havoc-Schiff einen Warnschuß ab. Schließlich gestatteten sie es nicht, daß jemand in ihr Gebiet eindrang und sich eventuell noch Planeten aneignen wollte. Sie kannten die Caman noch nicht. Bei einem neuem Gegner konnte schließlich alles passieren. Woher sollten sie auch wissen, daß die Caman ein Volk von hoher Achtung anderen Rassen gegenüber waren, die es nie gewagt hätten, wissentlich Gebiete zu verletzen? Zu einem engeren Kontakt kam es nicht, den die Caman-Flotte drehte sofort ab und zog die Schilde hoch. Für die Da Havoc eine Tat aus purer Feigheit. Eine Herausforderung. Sie begannen, im Verbund zu feuern und schafften es, einige Caman-Kreuzer zu beschädigen. Die Caman zogen nun endgültig ab und sandten die Nachricht an die Camanthrischen Senat, daß sie auf eine neue Rasse gestoßen seien un unprovoziert angegriffen wurden. Die Empfehlung der Kommandanten lautete auf zukünftige Kontaktvermeidung.

 

Der Senat war allerdings anderer Meinung. Nach mehrtägigen Verhandlungen entschlossen sie sich zu einem für die Caman ungewöhnlichen Schritt: Ein großer Teil der Flotte sollte ausrücken und sich den Da Havoc stellen. Der Befehl lautete auf Abwarten die Da Havoc handeln lassen - sobald jedoch eindeutig kriegerische Handlungen beobachtet würden, sollte die Flotte mit all ihrer Macht zurückschlagen.

 

Für die Da Havoc schien es, als die Flotte auftauchte, als ob die kleine Gruppe Verstärkung geholt hätte und nun einen Krieg vom Zaun brechen wollte. Sie sahen sich 40 Caman-Schiffen konfrontiert, die in der Nähe einer Da-Havoc-Kolonie Stellung bezogen hatte und warteten - eine bedrohliche Mauer der Macht und des Schweigens. Aus der Sicht der Da Havoc war das eine deutliche Kriegserklärung, und es dauerte nicht lange, da stießen beide Seiten in einer Schlacht zusammen. Die erste Schlacht ergab die nächste, alle Rssourcen der Caman und Da Havoc wurden beansprucht - alle Schiffe wurden in die Schlachten geschickt, fieberhaft wurde an neuen Schiffen un besseren Waffen gearbeitet, die Strukturen ausgebaut und die Fronten abgesteckt. Der Krieg der beiden ältesten Völker dauerte Jahrhunderte. Woher die Caman ständig neue Schiffe bekamen, ist ein Geheimnis, auch heute noch. Die Da Havoc hatten von vonherein die weitaus größere Flotte - jedoch schien es durch den geheimen Nachschub der Caman ein Gleichgewicht zu geben. Der Krieg wollte zu keinem Ende kommen.

 

Vermutet wird, daß die Zaccar den Caman insgeheim halfen. Die Zaccar waren ursprünglich eine Rasse der Suchenden, Wanderer des All, denn Zaccar bedeutet "Suchende". Sie stammten aus einem anderen Spiralarm und waren auf einem ihrer Flüge auf die beiden Kriegsparteien gestoßen. Da ein Zaccar-Schiff von den Da Havoc beschädigt wurde und die Caman der neuentdeckten Rasse halfen und sie schließlich eine freundschaftliche Beziehung aufbauten, wäre es tatsächlich denkbar, daß die Zaccar die geheimen Helfer waren. Allerdings besaßen sie kaum Waffen. Es wird wohl noch länger ein Geheinis bleiben...

 

Es war das Jahr 24.922 S.C.L. Die Schlachten hatten sich in den letzten Jahren für die Da Havoc immer positiver entwickelt. Siege ergaben Siege, und das eroberte Reich der Da Havoc vergrößerte sich Jahr für Jahr. Die Caman wurden immer weiter zurückgeschlagen. Aber der härteste Schlag gegen die Caman sollte noch kommen...

 

Da die Streitmacht der Caman nur noch auf ein kümmerliches Mindestmaß zusammengeschrumpft war un sie keine wirklich ernstzunehmende Gefahr mehr waren, wagten die Da Havoc den Schritt und kratzten jeden Rest ihrer Schlachtschiffe zu einer Flotte zusammen, die direkt den Heimatplanten der Caman, Camanthra, angreifen und zerstören sollte. Diese Flotte schlug mit all ihrer furchtbaren Macht zu, erbarmungslos und unbesiegbar. Vom Boden aus konnte man die großen Schiffe im Orbit noch erkennen, wie sie schossen und schossen und nicht mehr aufhörten, das Schicksal der Caman zu besiegeln. Camanthra ächzte unter dem intensiven Beschluß. Das wunderschöne Grünblau des Planeten war zu einem trostlosen Rostbraun geworden. Die Caman wußten, daß es ihr Ende war, und sie hofften auf ein Wunder.

 

Und dieses Wunder sollte kommen.

 

Die Zaccar hatten in der Zwischenzeit viel Zeit gehabt, von den Caman zu lernen und ihrer Waffen nachzubauen. Sie hatten eine große Flotte bereitgestellt und sie mit den besten Waffensystemen bestückt. Starke Schilde, gut Antriebssysteme - sie waren den angekratzten Schiffen der Da Havoc um vieles überlegen. Die Zeit war gekommen. Die Zaccar ergriffen Partei.

 

Die Verplüfung der Da Havoc war groß, als sie sich dieser gewaltigen Armada gegenübersah. Erste Schiff-zu-Schiff-Kämpfe zeigten, daß sie nur wenig gegen diese neuen Schiffe ausrichten konnten. Selbst Volltreffer brachten nur kleine Kratzer - jedoch umgekehrt genügten nur Streifschüsse, um die Da-Havoc-Raumer ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Hals über Kopf flüchteten sie nun, ließen das brennende Camanthra zurück, merkten jedoch bald, daß sich der neue Gegner nicht abschütteln ließ. Manchmal erlaubte sich eine Zaccar-Schiff den Spaß und überholte einen Da Havoc, kam in einiger Entfernung vor ihm zu Stehen und brachte ihn mit einem gezielten Schuß zur Implusion. Jetzt waren die Da Havoc die Ausgelieferten. Sie waren komplett der Gnade der überlegenen neuartigen Raumer überlassen, niemand konnte ihnen mehr helfen. Fieberhaft setzten sie Hilferufe in Richtung ihres Heimatplanten ab - doch wer sollte zu Hilfe eilen? Der letzte Rest der so glorreichen Da-Havoc-Flotte wurde gerade von einem neuen Feind in den Schmelztiegel geworfen. Hilfe von der Heimat war nicht mehr möglich.

 

Nun waren es die Da Havoc, die wußten, daß es ihr Ende war, und die auf ein Wunder hofften.

 

 

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